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Pflegetipp: Mit guter Mundhygiene lassen sich Folgeprobleme vermeiden

Pflegetipp: Mit guter Mundhygiene lassen sich Folgeprobleme vermeiden

Auch im fortgeschrittenen Lebensalter verfügen heute die meisten Menschen noch über eigene Zähne. Das war nicht immer so – vor drei Jahrzehnten war dies eher die Ausnahme. Was einerseits erfreulich ist, stellt anderseits ein Problem dar – denn mit zunehmenden Alter werden die Zähne anfälliger. Zudem kommt es häufiger zu Erkrankungen des Mundraums. Pflegende Angehörige sollten deshalb der Mundhygiene besondere Beachtung schenken.

Karies ist eines der größten Probleme der Zahngesundheit bei älteren Menschen. Ursache ist ein ohnehin verminderter Speichelfluss, der sich durch die Einnahme von verschiedenen Medikamenten noch weiter verringert. Speichel sorgt für einen natürlichen Zahnschutz, indem er schädigende Substanzen einfach abtransportiert. Diese Funktion ist im Alter eingeschränkt.

Ein weiteres Problem sind breitere Zahnzwischenräume, in denen sich Speisereste festsetzen und Zersetzungsprodukte entstehen – was nicht selten Erkrankungen des Zahnfleisches nach sich zieht. Geradezu gravierend können die Folgen einer Parodontitis sein: Schlimmstenfalls kommt es zu einer Knocheninfektion, einer Herzerkrankung oder der Entstehung eines Diabetes.

So unterstützen pflegende Angehörige die Zahngesundheit am besten:

  • Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Kräftiges Brot und Obst sind dabei die Regel, Süßigkeiten eher eine Ausnahme.
  • Sorgen Sie stets für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – dies ist für die Anregung des Speichelflusses unerlässlich.
  • Stellen Sie Zahnseide, Zahnhölzer und eine Interdentalbürste für die Reinigung der Zahnzwischenräume bereit.
  • Unterstützen Sie den Pflegebedürftigen, wenn ihm die Zahnpflege infolge nachlassender Sehkraft oder Beweglichkeit schwerfällt.
  • Bieten Sie zum Schluss eine Mundspülung an – damit werden schwer zugängliche Stellen erreicht und gereinigt.

 

TIPP 1: Gut für Senioren eignen sich spezielle Zahnbürsten mit größeren, robusteren Griffen sowie Zahnseide-Halter, auf die die Zahnseide bereits aufgespannt ist. Auch elektrische Zahnbürsten sind  empfehlenswert, da anstrengende Putzbewegungen weitgehend entfallen.

TIPP 2: Eine professionelle Zahnreinigung ist im Alter noch wichtiger als in anderen Lebensphasen, ebenso wie ein regelmäßiger Zahnarztbesuch zwecks Untersuchung der Zähne und des Mundraums. Mancherorts statten einige Zahnärzte dazu neuerdings Hausbesuche ab.

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