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Hilfreiche Sache: Ein Notfall-Ordner bietet schnelle Orientierung für den „Ernstfall“

Unverhofft kommt oft: Auch ein Notfall ist schnell einmal eingetreten, bei dem unter Umständen andere Personen etwa nahe Angehörige sich um die eigenen Angelegenheiten kümmern müssen. Doch sind für solch einen Fall keinerlei Vorbereitungen getroffen worden, ist es für Involvierte meist kaum möglich, rasch an notwendige Informationen zu gelangen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ein Notfall-Ordner, der wichtige Informationen und Dokumente bündelt, erweist sich dann als eine große Hilfe, und jeder sollte darüber nachdenken, solch eine Mappe anzulegen und gut auffindbar bereitzuhalten. Dies gilt erst recht für jeden in fortgeschrittenem Lebensalter.

Doch was genau gehört eigentlich in einen Notfall-Ordner? Zunächst sollten die personbezogenen Informationen aufgeführt sein wie Name und Anschrift, aber auch Angaben zu Angehörigen und Vertrauenspersonen, die im Notfall zu benachrichtigen sind. Details zur Krankenversicherung und die Sozialversicherungsnummer dürfen ebenso wenig fehlen wie die Kontaktdaten des behandelnden Arztes und des Pflegedienstes. Hilfreich ist zudem eine Beschreibung des Gesundheitszustandes samt Vor- und bestehenden Erkrankungen sowie aktuellen Medikamenteneinnahmen.

Auch Vollmachten und Verfügungen wie Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und eine eventuell bestehende Patientenverfügung gehören in den Notfall-Ordner. Im Sterbefall unerlässlich sind darüber hinaus die Geburtsurkunde sowie testamentarische und Bestattungsverfügungen. Gerade im Sterbefall sind Angehörige sehr dankbar, wenn sie sich schnell einen Überblick über alle finanziellen Angelegenheiten verschaffen können: Eine Aufstellung aller Verbindlichkeiten aus Verträgen, Versicherungen und Mitgliedschaften sowie der Vermögensbestände (Konten, Depots, Anlagen und Beteiligungen, Bankschließfächer, Wertgegenstände, Kapitallebensversicherungen) sollte deshalb ebenfalls vorhanden sein.

Zu guter Letzt sind Hinweise zu den Versorgungsunternehmen in den Bereichen Strom, Gas, Telefon und Internet zweckmäßig sowie Zugangsdaten und Passwörter, sofern diese für die Kündigung erforderlich sind. Wer Haustiere hält, für den bietet es sich an, Verfügungen zu deren Verbleib und Versorgung mit zu hinterlegen.

TIPP: Es gibt verschiedene vorgefertigte Notfall-Ordner, die teils auch Formulare und Mustertexte enthalten wie zum Beispiel der von Manfred Sack ( https://www.notfall-ordner.de ). Hat man entfernt wohnende Angehörige oder Vertrauenspersonen, ist ein ergänzender digitaler Notfall-Ordner zu empfehlen, der in einer Cloud-Lösung wie etwa Google Drive bereitsteht.

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