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Depression im Alter: Auf diese Symptome sollten Angehörige achten

Depression im Alter: Auf diese Symptome sollten Angehörige achten

Depressionen sind keine typische Alterserscheinung – doch angesichts oft gravierender Verlusterfahrungen im fortgeschrittenen Lebensalter ist es nicht verwunderlich, dass gerade auch viele Senioren und Pflegebedürftige davon betroffen sind: Neben der Demenz sind Depressionen die vorherrschende psychische Erkrankung des Alters.

Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu 20 Prozent der über 65-Jährigen erkrankt sind – Frauen dabei signifikant häufiger als Männer. Bereits der Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand erweckt oft das Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden. Verlusterfahrungen betreffen den körperlichen Verfall und das Nachlassen geistiger Fähigkeiten. Der Tod des Partners und enger Freunde und Geschwister schließlich kann dazu führen, dass Betroffene sprichwörtlich in ein tiefes schwarzes Loch fallen. Auch wiederauflebende Kriegstraumata spielen manchmal eine Rolle.

Woran erkennt man eine Depression?

Typisches Anzeichen für eine Depression ist eine grundlegende Verstimmtheit in der Form, dass überhaupt kein Sinn mehr im Leben gesehen wird. Hieraus resultiert die generell zu beobachtende Freudlosigkeit und Antriebsschwäche. Vegetative Symptome wie zum Beispiel Abgeschlagenheit, Müdigkeit sowie Konzentrations- und Schlafstörungen sind darüber hinaus in der Regel in unterschiedlicher Ausprägung anzutreffen.

Gelegentlich überlagern diverse körperliche Beschwerden das zugrunde liegende Leiden: Depressionen werden daher oft nicht erkannt. Jammern und Klagen und ein Überbewerten von Krankheitssymptomen stehen in manchen Fällen im Vordergrund. Selbstdestruktive Verhaltensweisen, sozialer Rückzug, Verweigerung der Nahrungsaufnahme oder der Medikamenteneinnahme sind ebenfalls möglich.

Die drei Säulen der Therapie

Die erfreuliche Nachricht ist, dass sich eine Depression im Alter mit guten Erfolgsaussichten behandeln lässt. Das geeignete Verfahren ist eine Psychotherapie – biografisch orientierte Gespräche mit einem Therapeuten –, kombiniert mit einem sozialen Ansatz: Der depressiv Erkrankte wird ermuntert, seinen Lebensalltag zu verändern und Kontakte zu knüpfen. Neu erlebte menschliche Nähe soll zu mehr Lebenszufriedenheit führen. Als drittem Bestandteil der Therapie kommt auch den Psychopharmaka (Antidepressiva) eine gewisse Bedeutung zu. Es gibt inzwischen Mittel, die sich mit anderen seniorentypischen Arzneien, wie etwa Medikamenten gegen Herz-Rhythmus-Störungen, kombinieren lassen.

TIPP 1: Sprechen Sie mit dem Hausarzt Ihres Angehörigen, wenn Sie den Eindruck haben, dass bei diesem eine Depression vorliegt. Er wird den Verdacht abklären und zu einem Facharzt für Gerontopsychiatrie oder einem Psychotherapeuten weiterüberweisen.

TIPP 2: Eine Rund-um-die-Uhr-Betreuungskraft, wie sie die Pflegeagentur 24 vermittelt, sorgt für menschliche Nähe, kommunikativen Austausch sowie Abwechslung durch gemeinsame Freizeitaktivitäten. Dem Entstehen einer Depression wird damit entgegengewirkt.

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