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Darüber spricht niemand gern: Tabu-Thema „Gewalt in der Pflege“

Neulich haben wir über den „Burn-out“ bei pflegenden Angehörigen berichtet – das Ausgebranntsein infolge von Überlastung und Überforderung. Dass es dann zu aggressiven Verhaltensweisen kommen kann, wurde ebenfalls kurz angesprochen. Doch ist Gewalt in der Pflege keine Erscheinung, die nur im häuslichen Bereich bei der Pflege durch Angehörige auftreten kann. Weitaus brisanter sind Fälle in stationären Einrichtungen, die von den Medien publik gemacht werden (wie jüngst ein Fall, wo eine an Demenz erkrankte 80-Jährige von zwei Pflegekräften mit heißem Wasser zu Tode gebrüht wurde). Wie im häuslichen Bereich ist die Ursache auch hier oft Überlastung, wie sie etwa in der Formulierung „Pflege im Minutentakt“ zum Ausdruck kommt. Patientenschützer und Kriminalwissenschaftler fordern daher immer eindringlicher, bei grundsätzlich allen Todesfällen von Hochbetagten eine amtsärztliche Leichenschau durchführen zu lassen und dies auch gesetzlich zu regeln. Eine weitere Forderung ist die Einrichtung von Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften für Delikte im Zusammenhang mit der Pflege.

Interessant: Ein Report der Deutschen Polizeihochschule „Sicher leben im Alter?“, herausgegeben von Prof. Thomas Görgen, besagt erstaunlicherweise, dass Ältere viel weniger durch Kriminalität gefährdet seien – vielmehr stelle gerade die Pflege eine „bedeutsame Gefahrenzone“ dar. Grundlage des Reports ist eine Befragung von 503 professionellen Pflegekräften und 245 pflegenden Angehörigen, wobei 19,4 Prozent der Angehörigen – bezogen auf den Zeitraum eines Jahres – Formen physischer Misshandlung eingeräumt haben. Sage und schreibe sogar 39,7 Prozent der Pflegekräfte haben „wenigstens eine Form kritischen Verhaltens gegenüber Pflegebedürftigen“ zugegeben.

Dabei meint Gewalt in der Pflege nicht nur die unmittelbare körperliche Gewaltanwendung und rohe Gewalt wie das Schlagen oder Stoßen des Pflegebedürftigen. Vielmehr kann Gewalt auch auf sehr viel diffizilere Weise zum Ausdruck kommen etwa in Form einer Unterlassung einer an sich gebotenen Handlung bis hin zur Vernachlässigung. Dazu gehört beispielsweise das absichtliche Unterlassen oder Verzögern pflegerischer Maßnahmen, indem man einen Pflegebedürftigen bei Harndrang nicht zum WC bringt, Getränke und Nahrung nicht anreicht oder Wunden nicht ausreichend versorgt. Verbal zeigt sich Gewalt in der Pflege als Beschimpfung oder Beleidigung bis hin zur seelischen Verletzung. Zu guter Letzt zu denken ist an die Beschränkung der persönlichen Freiheit durch Bauchgurte und Bettgitter oder auch den missbräuchlichen Einsatz von Medikamenten, etwa Beruhigungsmitteln.

Doch wie kann man sich wirkungsvoll vor Gewalt in Betreuungssituationen schützen?

Wir von der Pflegeagentur24 vertreten die Auffassung, dass sich dies am besten durch Meidung stationärer Einrichtungen – mit ihrem meist überlasteten Personal – sowie gleichzeitiger Entlastung pflegender Angehöriger sicherstellen lässt. Eine gute Möglichkeit hierzu stellen polnische und osteuropäische Rund-um-die-Uhr-Betreuungskräfte dar, wie sie von uns zu bezahlbaren Konditionen ab nur 1.335 Euro monatlich vermittelt werden. Pflegebedürftige bleiben so davor bewahrt, Opfer von Gewaltentgleisungen zu werden; Angehörige wiederum begegnen von ihnen geliebten Menschen immer so, wie sie es möchten – mit Liebe und Respekt.

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