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Bald mehr Hilfen für pflegende Angehörige?

Nach dem jüngst geäußerten Willen von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler sollen pflegende Angehörige zukünftig stärker entlastet und gefördert werden. Dazu ist zum einem geplant, die finanzielle Unterstützung zu erhöhen, die zurzeit in der niedrigsten Pflegestufe eins 225 Euro monatlich beträgt, in der Pflegestufe zwei 430 Euro und in der Pflegestufe drei 685 Euro. Die finanziellen Leistungen zu erhöhen, wäre ein begrüßenswerter Schritt – finden wir von der Pflegeagentur24.

Wird professionelle Unterstützung benötigt, muss sie von diesem Geld bezahlt werden. Eine Erhöhung würde daher den Gestaltungsspielraum der Betroffenen erweitern und ihnen eventuell ganz neue Möglichkeiten eröffnen, Pflege und Betreuung in den eigenen Wänden sicherzustellen.

Schon jetzt gibt es als Entlastung die so genannte Verhinderungspflege, die pflegenden Angehörigen Auszeiten ermöglicht. Für maximal 28 Tage im Jahr vertritt dann ein „Ersatzpfleger“ den Angehörigen, der sich sonst das ganze Jahr über um den Pflegebedürftigen kümmert. Diese Ersatzpflege kann unterschiedlich organisiert sein, zum Beispiel als „Tagespflege“ (Betreuung tagsüber in einer Einrichtung) oder als „Kurzzeitpflege“ (Betreuung im Heim für kurze, überschaubare Zeit). Auch ist es möglich, dass professionelle Kräfte stundenweise ins Haus kommen. Manko war bisher, dass das Netz dieser Entlastungsangebote nicht dicht genug geknüpft gewesen ist. Es konnte unter Umständen Mühen bereiten, Ersatz zu organisieren, wenn dieser gewünscht war.

Begrenzter finanzieller Spielraum

Begrüßenswert ist in jedem Fall auch die Anrechnung oder Berücksichtigung von Zeiten der Angehörigenpflege bei der Rente, wie sie Rösler vorschwebt. Noch hilfreicher wäre sicherlich eine Lohnersatzleistung nach dem Vorbild des Elterngeldes, wie dies zum Beispiel auch von den Sozialverbänden gefordert wird. Doch dass solch ein „Pflegegeld“ kommen wird, ist unwahrscheinlich: Immerhin hat Philipp Rösler schon angekündigt, dass wegen der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Finanzmittel nicht alle Wünsche erfüllt werden können.

Andere Vorschläge scheinen weniger ausgereift: Pflegebedürftige und pflegende Angehörige gemeinsam zur Kur zu schicken (in Anlehnung an die bekannte Mutter-Kind-Kur), dürfte weder für den einen noch den anderen besonders hilfreich sein. Für den Pflegebedürftigen nicht, da eine Verfrachtung von A nach B eine große Strapaze darstellt, und für den pflegenden Angehörigen nicht, da er nicht wirklich aus seiner Verantwortung entlassen wird.

Überdenkenswert wäre es zudem, ob man tatsächlich so viele Pflegebedürftige wie bisher durch das grobe Raster der Pflegestufen fallen lassen muss. Man denke da zum Beispiel an die vielen an Demenz Erkrankten, die keine konkreten Hilfsleistungen benötigen – aber doch rund um die Uhr beaufsichtigt werden müssen.

Wirkliche Hilfe hier und heute

Es bleibt also abzuwarten, welche Taten den Ankündigungen folgen werden. Wer jeden Tag darum kämpft, dass die Kraft noch für den nächsten Tag, die nächste Woche und den nächsten Monat reicht, findet inzwischen wirksame Entlastung bei uns, der Pflegeagentur24: Denn wir vermitteln eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung im eigenen Zuhause – und das zu bezahlbaren Preisen.

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